Verpuffung bei Autoverwertung in Lahntal

2. Juli 2008 | Von | Kategorie: News, Wirtschaft

Am frühen Dienstag morgen in Lahntal wird die Idylle des kühlen Morgens kurz nach 8 Uhr durch Sirenengeheul gestört. Fünf Minuten danach fahren aus verschiedenen Richtungen Fahrzeuge Richtung Goßfelden. Die erste Vermutung, dass es nach langer Zeit bei der Autoverwertung in Goßfelden mal wieder brennt, bestätigt sich schnell nach Informationen aus der Gemeindeverwaltung.

Es war dort gegen 8 Uhr zu einer Verpuffung in der Marburger Rohstoffverwertung gekommen, die im Industriegebiet des Lahntaler Ortsteils Goßfelden gelegen ist. Dadurch gerieten mehrere Schrotthalden in Brand. Aus allen fünf Lahntaler Ortsteilen, die eine Freiwillige

Der Schredder
Feuerwehr stellen, waren die Feuerwehrleute angerückt, dass auch die benachbarten aus Marburg und Cölbe. Dennoch brauchten sie etwas über zwei Stunden, um das Feuer vollständig zu löschen. Nach Auskunft von Feuerwehr-Pressesprecher Stephan Schienbein sind keine Menschen verletzt worden. die Firmenleitung der Johannes Völker GmbH Über die Höhe des Sachschadens wollte sich noch nicht äußern.

Seit 1999 in diesem Betrieb eine Verbrennungsanlage für Autoreststoffen geplant war, wird der Betrieb in Lahntal aufmerksam beobachtet. Die Verbrennungsanlage LISA 21 wurde durch die öffentliche Diskussion verhindert. Die damals gegründete Bürgerinitiative Windrose beobachtet weiterhin den Betrieb der bestehenden Shredder-Anlage der Fa. MRV J. Völker.

Auch die Gemeinde Lahntal begleitet insbesondere das Verhalten der zuständigen Behörden hinsichtlich der Vermeidung von Immissionen kritisch. Auf Beschluss der Gemeindevertretung wurden zuletzt 2007 Anregungen und Bedenken an die Behörden weitergeleitet und auf die Antworten der Behörden dezidiert nachgefragt.

Die Fragen, die die Gemeindevertretung beschäftigten waren u.a. die noch fehlende Einhausung der Förderbänder, die immer wieder aufgrund der geduldetten längeren Lagerung als in der Genehmigung entstehenden Haldenbildung, der unvollständige Fangzaun Richtung Gleisstrecke, die Umsetzung der Kamerakontrolle, eine kontinuierliche Staubmessung, die Anpassung der Emissionsgrenzwerte an die TA Luft 2002, Emissionsmessung im Rohgas.

Der Vollständigkeit halber ist darauf hinzuweisen, dass der Betrieb grundsätzlich um eine Verbesserung der Immissions-Situation bemüht ist und auch regelmäßig einen Umweltreport herausgibt. Von den kontrollierenden Behörden wäre es aber zu wünschen, wenn sie sich um eine schnellere Umsetzung ihrer Auflagen bemühen.

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