Grüner Bürgermeister im Visier der Lokalpresse

7. August 2008 | Von | Kategorie: Natur und Umwelt, News, Politik

Konservativen Kreisen ist der Grüne Bürgermeister und Bauderzernent Franz Kahle ein Dorn im Auge. Seit er begonnen hat den allgemeinen Absichtserklärungen auf Europa- und Bundesebene zu Energiewende und Klimaschutz mit einer kommunalen Bausatzung Taten folgen zu lassen, verschärft sich der Ton. Nicht nur die Oppositionsparteien im Marburger Stadtparlament, auch andere Gruppierungen, wie eine lokale Zeitung arbeiten sie sich an der sog. „Solarsatzung“ ab.

Nachdem alle Bemühungen diese politisch zu verhindern, nichts gefruchtet haben und die Satzung im Parlament schließlich im Juni beschlossen wurde, ist ein Mietstreit unter Beteilgung des Bürgermeisters Anlass zu einem Sommertheater. Bei der aufgeheizten Stimmung und der Aufmerksamkeit weit über Marburg hinaus ist es für geübte Journalisten ein Leichtes daraus eine ganz große Geschichte zu machen, selbst wenn letztlich nichts dran ist. Genau diese in der Oberhessischen Presse fehlenden Informationen scheinen aber wohl alle anderen interessierten Zeitungen und Medien bewogen zu haben, sich nicht an der Schlammschlacht zu beteiligen. Zu sehr hat es den Anruch der üblen Nachrede, wenn sich im Nachhinein heraus stellt, dass Informationen bewusst zurück gehalten wurden. Derzeit entsteht der starke Eindruck, dass hier die Empörung über die „Solarsatzung“ den klaren Blick getrübt hat und die örtliche Presse mit ihrer Kampagne weit über das Ziel hinaus geschossen ist.
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