„Krafts Hof“ erhält Anerkennungspreis beim Landeswettbewerb „Zusammen gebaut“

3. Dezember 2008 | Von | Kategorie: Gesellschaft, Kultur, News
Minister Riehl überreicht Anerkennungspreis
Der Lahntaler Generationen- treffpunkt und die Pflegeeinrichtung im „Krafts Hof“ im Ortteil Sterzhausen sind mit einem Anerkennungspreis im Wettbewerb „Zusammen gebaut“ der Landesinitiative Baukultur in Hessen ausgezeichnet worden. Der mit 325 Euro dotierte Preis wurde von Wirtschaftsminister Dr. Alois Rhiel und Wissenschaftsstaatssekretär Prof. Dr. Ralph Alexander Lorz am Mittwoch in Wiesbaden übergeben.
Der Wettbewerb sucht kooperative Konzepte und Projekte, bei denen es um Energie und Ökologie, gemeinschaftliches Wohnen oder auch die Betreuung älterer Menschen, das Aufwachsen der Kinder, den Denkmalschutz in sich verändernden Kommunen geht. Wichtig war dabei, dass die Bauprojekte durch die Kooperation eine besondere Qualität bekommen.

Viel Unterstützung und Anerkennung für das Projekt
Das Lahntaler Modellprojekt wird getragen von der Arbeitsgruppe „Jung und Alt“ im Bündnis für Familien, dem Elisabethverein, der Evangelischen Kirche Sterhausen und der Gemeinde Lahntal und als Architekturbüro begleitet von der Wohnstadt Marburg. Es wurde als Beitrag in die Arbeitsgruppen „Junge Alte“ und „Umbau“ im Demografieprojekt der Nordkreiskommunen eingebracht werden und auch auf der Messe „Wohnen im Alter“ der vier Kommunen Cölbe, Lahntal, Münchhausen und Wetter vorgestellt, die im Oktober in der Wollenberghalle in Sterzhausen stattfand. Die Themen demografischer Wandel und die Veränderung der Nutzung in den alten Ortskernen hatten auch bei anderen Kooperationen einen hohen Stellenwert. Ein dem Generationentreffpunkt recht ähnliches Projekt aus Seeheim-Jugenheim hat den 2. Preis bei dem Landeswettbewerb gewonnen. Die Seniorenbeauftragte der Gemeinde Lahntal Ortrud Lauer und der Beigeordnete Michael Meinel haben den Preis für die Projektgruppe „Krafts Hof“ entgegen genommen. Das Konzept des Generationentreffpunkts hat inzwischen viel Unterstützung aus der Bevölkerung und von Firmen u.a. auch von der Sparkasse und durch mehrere Preise Anerkennung erhalten.

Baukultur mit Leben erfüllen
Insgesamt 51 Teilnehmer hatten sich an dem Wettbewerb „Zusammen gebaut“ beteiligt. Kooperationen aus Bürgerschaft, Verwaltung, Politik und Baufachleuten aus ganz Hessen hatten einen Beitrag eingereicht. Projekte aus den Bereichen Wohnen, Soziale Einrichtungen und Freiraumgestaltungen wurden von einem Expertengremium in zwei Jurysitzungen ausgewertet und die Preisträger ermittelt. Rhiel: „Eine nicht ganz einfache Aufgabe, denn jeder Beitrag erzählt eine eigene Geschichte von den Menschen, die sich für das Zusammenleben in den Städten und Gemeinden stark machen, war von den Jurymitgliedern zu hören“. Insgesamt standen Preisgelder in Höhe von 20.000 Euro zur Verfügung. Vier Projektgemeinschaften aus den Städten Darmstadt, Offenbach, Seeheim-Jugenheim und Kassel sind die Sieger des Wettbewerbs. Weitere dreizehn Kooperationen erhielten eine lobende oder besondere Anerkennung verbunden mit kleineren Geldpreisen. Baukultur als Standortfaktor
„Neben Funktionalität und Wirtschaftlichkeit gehört auch der Sinn für Tradition und Eigenart zur Baukultur, die damit zum Profil des Landes beiträgt. Baukultur ist also ein wichtiger Standortfaktor, und die gelungenen Ergebnisse des Wettbewerbs ZUSAMMEN GEBAUT dokumentieren den hohen Stellenwert der Baukultur in Hessen“, sagte Staatssekretär Prof. Dr. Lorz. „Wir sind mit der Landesinitiative Baukultur in Hessen auf dem richtigen Weg. Der Wettbewerb hat dazu beigetragen das Bewusstsein für die Baukultur in Hessen zu schärfen. Die eingereichten Projekte zeigen, dass sich die Baukultur in Hessen nicht nur in Baukörpern widerspiegelt, sondern in erster Linie in den handelnden Menschen vor Ort. Sie erfüllen die Projekte der Baukultur mit Leben und geben ihnen ein Gesicht“, so die abschließende Bilanz von Minister Rhiel.

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