Der Nordkreis gehört zu den Erst-unterzeichnern der Klimaschutzcharta

25. November 2009 | Von | Kategorie: Natur und Umwelt, News, Politik, Wissenschaft

 

Kassel | 25. November 2009   Klimaschutzforum in Kassel zu Ende – letztes Expertentreffen vor dem Weltklimagipfel – Mit der Erstunterzeichnung der Charta für den Klimaschutz durch 26 Städte und Gemeinden ist am Mittwoch in Kassel das Hessische Klimaschutzforum zu Ende gegangen. Die Kommunen verpflichteten sich, künftig den Energieverbrauch in öffentlichen Gebäuden zu reduzieren, verstärkt erneuerbare Energien für die Strom- und Wärmerzeugung einzusetzen und den Ausstoß schädlicher Treibhausgase zu reduzieren. „Insgesamt sucht die Landesregierung 100 Städte und Gemeinden, die das Papier unterzeichnen“, sagte Umweltstaatssekretär Mark Weinmeister beim Klimaschutzforum. Die zweitägige Veranstaltung mit knapp 300 Teilnehmern war eine der letzten internationalen Expertenrunden vor dem Weltklimagipfel von Kopenhagen.

Weinmeister rief zu verstärktem Einsatz gegen Treibhausgase auf, die das Klima schädigten. „Der Klimawandel ist die allergrößte Herausforderung für uns alle. Bürger und Kommunen können vor Ort einen starken Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz leisten. Nur durch aktives Handeln und die Reduktion von schädlichen Treibhausgasen kann der Klimawandel aufgehalten werden“, betonte Weinmeister. Er rief die hessischen Kommunen und Städte dazu auf, sich am aktiven Klimaschutz zu beteiligen. Dies sei aus ökologischen und ökonomischen Gründen sinnvoll. „Der Gewinn für die Kommunen liegt auf der Hand. Energiekosten können eingespart und CO2-Emissionen vermindert werden“, hob Manfred Baaß, Bürgermeister der Stadt Viernheim (Kreis Bergstraße), hervor.

Zu den unterzeichnenden Kommunen gehören die Kommunen Ahlheim, Bad Hersfeld, Bad Wildungen, Bromskirchen, Burghaun, Bürstadt, Calden, Cölbe, Eschwege, Habichtswald, Kassel, Königstein, Langen, Lahntal, Lichtenfels, Marburg, Michelstadt, Niestetal, Riedstadt, Rimbach im Odenwald, Rödermark, Schwalmstadt, Taunusstein, Viernheim, Wetter und Wolfhagen.

Die Initiative „100 Kommunen für den Klimaschutz“ ist Teil der Nachhaltigkeitsstrategie Hessen. Die Umsetzung der Initiative wurde im Juni 2009 von der Nachhaltigkeitskonferenz beschlossen. Die Nachhaltigkeitskonferenz unter Vorsitz des Ministerpräsidenten ist das oberste Entscheidungsgremium der Nachhaltigkeitsstrategie. Die Nachhaltigkeitsstrategie Hessen nimmt Politik, Verwaltung, Wirtschaft und Gesellschaft gleichermaßen in die Verantwortung, um das Leben in Hessen heute und in Zukunft ökologisch verträglich, sozial gerecht und wirtschaftlich leistungsfähig zu gestalten.

Der Gewinn für die Kommunen liegt auf der Hand. Energiekosten können eingespart und CO2-Emissionen vermindert werden„, hob Manfred Baaß hervor

Beitrag des Landes für die Klimaschutz-Kommunen ist die Unterstützung bei der Erstellung einer CO2-Bilanz und nicht zuletzt eine kostemlose Beratung zum Finden und Erstellen der passenden Förderanträge für die beabsichtigen kommunalen Maßnahmen zur Reduzierung des CO2-Ausstoßes. „Eine niedrige Hürde gerade für kleinere Kommunen war ein wichtiger Aspekt bei der Entwicklung dieses Projektes. Es sollte auf diese Weise möglichst vielen der Einstieg in diese wichtige Zukunftsaufgabe leicht und attraktiv gemacht werden,“ so der Beigeordnete Michael Meinel aus Lahntal, der von Anbeginn an an diesem Projekt mitgearbeit hat.

Die Bürgermeister Manfred Apell aus Lahntal und Volker Carle aus Cölbe freuten sich über diese Unterstützung und sinnvolle Ergänzung zu der interkommunalen Erarbeitung eines Klimaschutzkonzeptes für den Nordkreis. Für die Stadt Wetter nahm Dr. Hans-Bernd Kuhnen, in Vertretung für den verhinderten Bürgermeister Kai-Uwe Spanka an der Unterzeichnung teil. Peter Funk, Münchhausens Bürgermeister, wird seine Unterschrift unter die Charta demnächst nachholen.

Eigener Bericht und PM des Hessisches Ministerium für Umwelt, Energie, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (HMUELV)

Mehr Informationen gibt es unter www.hessen-nachhaltig.de

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