Giftige Gase nach Brand in Rohstoffverwertungsbetrieb

1. Juli 2011 | Von | Kategorie: Natur und Umwelt, News

Schredderhalde der Lahntaler Autoverwertung
Polizeipräsidium Mittelhessen, 01.07.2011 | 15:24 Uhr

Polizei und Feuerwehr warnen vor giftigen Gasen nach einem Brand in einem Rohstoffverwertungsbetrieb zwischen Sarnau und Goßfelden. Messergebnisse der Feuerwehr verliefen positiv. Feuerwehr und Polizei fordern Bewohner der umliegenden Ortschaften auf, sicherheitshalber im Haus zu bleiben und Fenster und Türen zu schließen. Der Verkehr rund um den Brandort ist für Fußgänger und Fahrzeuge voll gesperrt.

Die Vollsperrung umfasst u.a. die Bundesstraße 62 zwischen Göttingen und Goßfelden und die Kreisstraße nach Niederwetter. Der Verkehr wird umgeleitet. In den betroffenen Ortschaften erfolgen Lautsprecherdurchsagen.Im Zusammenhang mit dem Feuer wurde ein Bürgertelefon mit der Rufnummer 06420/823049 eingerichtet.

Der Brand entstand gegen 11.30 Uhr aus bislang ungeklärter Ursache. Es brennt ein großer Haufen geschredderter unterschiedlicher Materialien. Neben der Werksfeuerwehr sind die Feuerwehren Marburg, Lahntal, Wetter und Cölbe, die technische Einsatzleitung der Feuerwehr und die Messgruppe im Einsatz.

Bislang gab es keinen Personen- und unmittelbaren Sachschaden. Die wirtschaftlichen Auswirkungen auf den Betrieb sind nicht absehbar.

++++++++++++++ Update:  Samstag, 10:00 Uhr ++++++++++++++

Die Gemeinde Lahntal informiert:

Entwarnung!

Die seit Freitag geltenden Warnungen für die Anwohner des östlichen Teil Lahntals sowie für Niederwetter, Wetter, Wehrda und Cölbe Türen und Fenster geschlossen zu halten und den Aufenthalt im Freien zu vermeiden, sind aufgehoben.

Dies gilt ebenso für die Vollsperrung der Straßen rund um den Brandort. Auch konnten die aus der unmittelbaren Umgebung des Brands Evakuierten wieder zurück in ihre Wohnungen gebracht werden.

Bei dem Brand in einem Industriebetrieb an der Staße nach Niederwetter wurden möglicherweise gesundheitsbeeinträchtigende Stoffe freigesetzt. Die Bevölkerung wird gebeten, bei ersten Anzeichen gesundheitlicher Beeinträchtigungen (Atembeschwerden) die 112 anzurufen.

Die heute, am Samstag noch sichtbaren Schwaden über dem Brandort bestehen aus verdampften Löschwasser und enthalten nach den letzten Messungen keine bedenklichen Schadstoffe. Da ein Wiederaufglimmen möglich ist, sollten Sie auf Geruchsentwicklung achten, um rechtzeitig darauf reagieren zu können.

Bis die amtlichen Messergebnisse für die Schadstoffimmissionen der Umgebung des Brandortes vorliegen, sollten die Anwohner auf den Verzehr von Gemüse und Obst aus dem eigenen Garten verzichten. Vor Montag ist mit diesen Ergebnissen nicht zu rechnen.

Wir informieren Sie, sobald in der Gemeindevewaltung weiteres bekannt ist.

Hierzu ist ein Bürgertelefon unter der Telefonnummer 06420-8230-49 eingerichtet, das bis Samstag 13:00 Uhr besetzt ist. Danach ist über das Wochenende der obige letzte Informationsstand vom Band abhörbar. Ab Montag früh ist das Bürgertelefon wieder besetzt.

Zum Thema: Verpuffung bei Autoverwertung in Lahntal

 

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