Beratende Begleitung beim Klimaschutz endet

22. Dezember 2014 | Von | Kategorie: Natur und Umwelt, News, Politik

Die Nordkreiskommunen haben 2010 gemeinsam die Umsetzung eines interkommunalen Klimaschutz-konzeptes beschlossen. 2011 beantragten Cölbe und Lahntal die Förderung einer beratenden Begleitung der Umsetzung der Maßnahmen des Konzeptes ab 2012. Ein halbes Jahr später stieß auch Wetter hinzu.

Mit dem Jahr 2014 endet nun die beratende Begleitung der Umsetzung durch unseren Klimaschutzmanager Michael Meinel. Die Gemeindevertretung von Cölbe hatte die Fortsetzung beschlossen und wollte hierzu mit Dautphetal interkommunal zusammenarbeiten. Durch entgegengesetzte Beschlüsse in Lahntal und Wetter  ist aber nun eine der Förderbedingungen nicht mehr zu erfüllen.

Umsetzung des Klimaschutzkonzeptes ungewiss

Wie nun die Kommunen ohne Bundesförderung die Umsetzung des Konzeptes und das bisherige Angebot weiter nur noch mit eigenem Verwaltungspersonal fortsetzen, ist völlig offen. Eine Hoffnung, dass nun der Landkreis alles übernimmt, wird jedenfalls mit Sicherheit nicht erfüllt, denn deren Mitarbeiter müssen sich nicht nur für die Aufgaben des Landkreises, die Unternehmen, die verkehrliche Inbfrastruktur, sondern natürlich auch um weitere 18 Kommunen kümmern.

So wird bspw. die Erstberatung voraussichtlich nur einmal im Quartal für die Bürger im Landkreis Mitte, also Nordkreis, Marburg und Südkreis für einen halben Tag angeboten, wird also nur noch etwa ein Zehntel der bisherigenAnfragen abdecken und dies nicht mehr ortsnah wechselnd in den Verwaltunghen der Kommunen oder auch mal vor Ort.

Gewinn für die Region

Seitdem ist viel passiert: Auf den kommunalen Webseiten ist eine Zwischenbilanz auf dem Weg zu 100% EE zu finden, Karten mit Energieanlagen, Energie und CO2-Bilanzen und viele Praxisbeispiele.

Knapp 20% des Stromverbrauchs werden in Cölbe, Lahntal und Wetter durch Sonne, Wind, Wasser und Biomasse bereitgestellt. Dadurch werden jährlich gut 8.000 t CO2 vermieden und fast 4 Mio.€ an Wertschöpfung erreicht. Der Energierechner des Regierungspräsidiums bietet sowohl den aktuellen Stand als auch das Potenzial der Region: www.energieportal-mittelhessen.de

Besonders beeindruckend sind die Investitionen in die Wärmeversorgung. Es wurden weitere Nahwärmenetze gebaut, Gebäude energetisch saniert, sowie Holzpelletsheizungen und Blockheizkraftwerke installiert. Und dazu kommen viele kleine Maßnahmen wie bspw. der Austausch ineffizienter  Heizungsumwälzpumpen. Mehr dazu findet sich u.a. auf www.klimax-nordkreis.de

 

Nachtrag OP-Bericht vom 30.12.`14:

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