Abwahl von Franz Kahle gescheitert

16. Juli 2016 | Von | Kategorie: News, Politik

Alle, die die lokale Presse im Landkreis Marburg-Biedenkopf lesen, konnten verfolgen, wie vor allem ein Redakteur immer gegen Rot-Grün in Marburg und insbesondere gegen den grünen Bürgermeister Franz Kahle anschrieb. Journalistisch meist grenzwertig objektive Fakten ignorierend, verfolgt Till Conrad seine eigene Agenda. Welch Jubel, wenn es am Freitag endlich geklappt hätte. Doch was tun, wenn es eine Neuauflage von Rot-Grün, nun mit einer Bürgerliste gibt und die Abwahl gescheitert ist? Kein Problem, Conrad schreibt „Bürgermeister auf Abruf“.

Seine lächerlichen Bewertungen halten kaum einer Überprüfung stand, in sozialen Netzwerken wird gespottet und die junge Generation, vor allem die große studentische Gemeinde liest sowieso keine OP, aber Herr Conrad weiß was die Leute denken und schreibt über den ungeliebten Bürgermeister und kennt die Themen, die Leute bewegen. Andere können auf die erfolgreiche Arbeit über eine Jahrzehnt verweisen und auf die Wahlergebnisse. In seinen Artikel erfährt hierüber niemand etwas.

So hat sich die linke Mehrheit in der 59-köpfigen Stadtverordentenversammlung kaum verändert. Die SPD hatte vor 10 Jahren 20, dann vor 5 22 und nun 18 Sitze. Die Grünen 10-13-9 und die Linken 5-4-8. Das linke Lager, den seit fünf Jahren im Parlament sitzenden Piraten mal außen vor gelassen, hat somit 35-39-34, das sog. bürgerliche 24-20-25 und nie auch nur annähernd eine Mehrheit. Die CDU als Oppositionsführer 19-14-16, die übrigen Bürgerlisten, Liberale und Pirat sind von 5 über 6 nun auf 8 Sitze gewachsen.

Es lässt sich somit konstatieren, dass es dem OP-Redakteur auch hier nicht gelungen ist, irgendeine Änderung herbeizuschreiben, seinen Schlagzeilen wie „Rot-Grün abgewählt“ zum Trotz. Wer diese Artikel aneinanderreiht, kann die Lächerlichkeit seiner Bemühungen in ganzer Schönheit bewundern. Vielleicht sollte die mit sinkenden Auflagen kämpfende OP angesichts einer linken Stadtmehrheit und der tausenden nichtwählenden Studenten darüber nachdenken, ob die Agenda von Herrn Conrad nicht nur journalistisch fragwürdig, sondern gar für den eigenen Verlag schädlich ist.

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